Traktandum 6
6. Kreditantrag von CHF 855'000 für die Erweiterung Feuerwehrdepot und Werkgebäude, Frohsinnstrasse 4, Dussnang
Sehr geehrte Stimmberechtigte
Der Werkhof, das Feuerwehrdepot und die Zivilschutzanlage an der Frohsinnstrasse 4 wurden 1985 erstellt und entsprechen den damaligen Bedürfnissen. Seither haben sich die Anforderungen, insbesondere an die Feuerwehr und den Werkhof wesentlich verändert.
Ausgangslage
Die Feuerwehr Fischingen stösst im bestehenden Depot seit Jahren sowohl platzmässig als auch hygienisch an ihre Grenzen. Für das Korps von knapp 80 Feuerwehrangehörigen sind die bestehenden Garderoben zu klein, zudem fehlen Duschen, Toiletten sowie getrennte Garderoben für Frauen und Männer. Auch die Einsatzhygiene - insbesondere die räumliche Schwarz-/Weiss-Trennung gemäss den Vorgaben der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) - kann nicht korrekt umgesetzt werden. Die Trennung zwischen kontaminierten Bereichen (Schwarz) und sauberen Zonen (Weiss) ist jedoch zentral zum Schutz der Feuerwehrangehörigen und zur Minimierung der Belastung krebserregender Russpartikel.
Auch der Fahrzeug- und Materialpark ist über die Jahre gewachsen und stösst räumlich an seine Grenzen, einzelne Gerätschaften müssen aufwendig ausgelagert werden.
Sicherheitsverbund Hinterthurgau
Diese vorgängig erwähnten Anforderungen bestehen unabhängig davon, ob die Feuerwehr Fischingen künftig dem Sicherheitsverbund Hinterthurgau beitreten sollte. Aufgrund der Topografie und der Gemeindegrösse würde das Depot Fischingen selbst bei einem Beitritt weiterhin benötigt.
Die bestehende Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Eschlikon und Bichelsee-Balterswil funktioniert seit Jahren sehr gut und schafft Synergien - beispielsweise in der Führungsweiterbildung oder bei Materialanschaffungen. Auch bei einem weiteren Ausbau dieser Zusammenarbeit bleibt das Depot in Fischingen unverzichtbar.
Teilprojekt Feuerwehr
Die Feuerwehr Fischingen hat bereits im Frühjahr 2025 durch die 2SD Architekten AG eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die sowohl den Bedürfnissen der Feuerwehr als auch jenen des Werkhofs Rechnung trägt. Das nun vorliegende Bauprojekt-light umfasst:
Die bestehenden Problemstellungen der Feuerwehr können mit dem Projekt zweckmässig und zukunftsorientiert gelöst werden. Mit der Erweiterung lassen sich geschlechtergetrennte Garderoben sowie die bislang fehlenden Sanitären Anlagen realisieren. Durch die räumliche Abtrennung der Atemschutzretablierung, die Einrichtung einer Schleuse für die Grobreinigung der Ausrüstung und Duschen kann die geforderte Schwarz-/Weiss-Trennung fachgerecht umgesetzt werden. Der zusätzliche Platzbedarf durch die Übernahme der bisherigen Unimog-Garage wird gewährleistet.
Teilprojekt Werkhof
Die Werkhofstrategie des Gemeinderats sowie die umfassende Werkhofanalyse zeigen Handlungsbedarf beim Bau- und Lagerkonzept. Aufgrund des Platzmangels der Feuerwehr soll die heutige Unimog-Garage an diese übergeben werden.
Da sich der Fahrzeugbestand des Werkhofs nicht verändert, ist für den neu beschafften Pickup eine gleichwertige Ersatzgarage erforderlich. Diese kann im Rahmen der Erweiterung im Obergeschoss realisiert werden - zeitgleich und wirtschaftlich sinnvoll.
Im Zuge des Heizungsersatzes und der geplanten Fernwärmeerschliessung können das Pelletsilo und das Splittsilo aufgehoben werden. Dadurch entsteht zusätzlicher Raum für Lager- und Arbeitsflächen, die für Unterhaltsarbeiten an Parkbänken (Lackier- und Trocknungsbereich) benötigt werden. Die internen Umbauarbeiten können sinnvoll mit der Gebäudeerweiterung kombiniert werden.
Bauprojekt
Das bestehende Gebäude wird mit einem funktionalen Erweiterungsbau an die heutigen Anforderungen angepasst. Der Massivbau mit konventioneller Dachkonstruktion wird weitergeführt, die äussere Erscheinung wird nur minimal überarbeitet.
Zusätzlich erhält das gesamte Gebäude eine bisher fehlende Brandmeldeanlage, die für die Sicherheit aufgrund seiner Bedeutung und Nutzung notwendig ist. Die Heizung wird erweitert und im Rahmen eines separaten Projekts an die Fernwärme angeschlossen.
Mit diesen Massnahmen entsteht eine klare Trennung: Feuerwehr im Erdgeschoss, Werkhof im Obergeschoss. Das Gebäude wird als sicherer, zweckmässiger und zukunftsfähiger Standort für Feuerwehr und Werkhof langfristig gestärkt.
Bezüglich Grenzabstand (Näherbaurecht) liegt eine vom Grundeigentümer der Parz. 1357 unterzeichnete Vereinbarung für den Grundbucheintragung vor.
Kostenschätzung
Die 2SD Architekten AG beziffern die Gesamtkosten für die Erweiterung von Feuerwehrdepot und Werkhof - mit folgendem Kostenverteiler - auf brutto CHF 855'000:
Der Werkhof, das Feuerwehrdepot und die Zivilschutzanlage an der Frohsinnstrasse 4 wurden 1985 erstellt und entsprechen den damaligen Bedürfnissen. Seither haben sich die Anforderungen, insbesondere an die Feuerwehr und den Werkhof wesentlich verändert.
Ausgangslage
Die Feuerwehr Fischingen stösst im bestehenden Depot seit Jahren sowohl platzmässig als auch hygienisch an ihre Grenzen. Für das Korps von knapp 80 Feuerwehrangehörigen sind die bestehenden Garderoben zu klein, zudem fehlen Duschen, Toiletten sowie getrennte Garderoben für Frauen und Männer. Auch die Einsatzhygiene - insbesondere die räumliche Schwarz-/Weiss-Trennung gemäss den Vorgaben der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) - kann nicht korrekt umgesetzt werden. Die Trennung zwischen kontaminierten Bereichen (Schwarz) und sauberen Zonen (Weiss) ist jedoch zentral zum Schutz der Feuerwehrangehörigen und zur Minimierung der Belastung krebserregender Russpartikel.
Auch der Fahrzeug- und Materialpark ist über die Jahre gewachsen und stösst räumlich an seine Grenzen, einzelne Gerätschaften müssen aufwendig ausgelagert werden.
Sicherheitsverbund Hinterthurgau
Diese vorgängig erwähnten Anforderungen bestehen unabhängig davon, ob die Feuerwehr Fischingen künftig dem Sicherheitsverbund Hinterthurgau beitreten sollte. Aufgrund der Topografie und der Gemeindegrösse würde das Depot Fischingen selbst bei einem Beitritt weiterhin benötigt.
Die bestehende Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Eschlikon und Bichelsee-Balterswil funktioniert seit Jahren sehr gut und schafft Synergien - beispielsweise in der Führungsweiterbildung oder bei Materialanschaffungen. Auch bei einem weiteren Ausbau dieser Zusammenarbeit bleibt das Depot in Fischingen unverzichtbar.
Teilprojekt Feuerwehr
Die Feuerwehr Fischingen hat bereits im Frühjahr 2025 durch die 2SD Architekten AG eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die sowohl den Bedürfnissen der Feuerwehr als auch jenen des Werkhofs Rechnung trägt. Das nun vorliegende Bauprojekt-light umfasst:
- getrennte Garderoben, Toiletten und Duschen für Frauen und Männer
- eine räumlich getrennte Atemschutz-Retablierung zur konsequenten Schwarz-/Weiss-Trennung
- ein Büro für das Feuerwehrkommando
- einen zusätzlichen Schulungsraum für Aus- und Weiterbildungen vor Ort
- die Übernahme der bisherigen Unimog-Garage des Werkhofs im Erdgeschoss
- eine neue Ersatzgarage für den Werkhof im Obergeschoss (Erweiterung)
Die bestehenden Problemstellungen der Feuerwehr können mit dem Projekt zweckmässig und zukunftsorientiert gelöst werden. Mit der Erweiterung lassen sich geschlechtergetrennte Garderoben sowie die bislang fehlenden Sanitären Anlagen realisieren. Durch die räumliche Abtrennung der Atemschutzretablierung, die Einrichtung einer Schleuse für die Grobreinigung der Ausrüstung und Duschen kann die geforderte Schwarz-/Weiss-Trennung fachgerecht umgesetzt werden. Der zusätzliche Platzbedarf durch die Übernahme der bisherigen Unimog-Garage wird gewährleistet.
Teilprojekt Werkhof
Die Werkhofstrategie des Gemeinderats sowie die umfassende Werkhofanalyse zeigen Handlungsbedarf beim Bau- und Lagerkonzept. Aufgrund des Platzmangels der Feuerwehr soll die heutige Unimog-Garage an diese übergeben werden.
Da sich der Fahrzeugbestand des Werkhofs nicht verändert, ist für den neu beschafften Pickup eine gleichwertige Ersatzgarage erforderlich. Diese kann im Rahmen der Erweiterung im Obergeschoss realisiert werden - zeitgleich und wirtschaftlich sinnvoll.
Im Zuge des Heizungsersatzes und der geplanten Fernwärmeerschliessung können das Pelletsilo und das Splittsilo aufgehoben werden. Dadurch entsteht zusätzlicher Raum für Lager- und Arbeitsflächen, die für Unterhaltsarbeiten an Parkbänken (Lackier- und Trocknungsbereich) benötigt werden. Die internen Umbauarbeiten können sinnvoll mit der Gebäudeerweiterung kombiniert werden.
Bauprojekt
Das bestehende Gebäude wird mit einem funktionalen Erweiterungsbau an die heutigen Anforderungen angepasst. Der Massivbau mit konventioneller Dachkonstruktion wird weitergeführt, die äussere Erscheinung wird nur minimal überarbeitet.
Zusätzlich erhält das gesamte Gebäude eine bisher fehlende Brandmeldeanlage, die für die Sicherheit aufgrund seiner Bedeutung und Nutzung notwendig ist. Die Heizung wird erweitert und im Rahmen eines separaten Projekts an die Fernwärme angeschlossen.
Mit diesen Massnahmen entsteht eine klare Trennung: Feuerwehr im Erdgeschoss, Werkhof im Obergeschoss. Das Gebäude wird als sicherer, zweckmässiger und zukunftsfähiger Standort für Feuerwehr und Werkhof langfristig gestärkt.
Bezüglich Grenzabstand (Näherbaurecht) liegt eine vom Grundeigentümer der Parz. 1357 unterzeichnete Vereinbarung für den Grundbucheintragung vor.
Kostenschätzung
Die 2SD Architekten AG beziffern die Gesamtkosten für die Erweiterung von Feuerwehrdepot und Werkhof - mit folgendem Kostenverteiler - auf brutto CHF 855'000:
| Bereich | Kreditantrag in CHF |
| Feuerwehr (Erdgeschoss) | 521’600 |
| Werkhof (Obergeschoss) | 333'400 |
| Total Investition brutto | 855'000 |
Das Departement für Justiz und Sicherheit (DJS) hat gemäss Gesetz über den Feuerschutz einen Subventionsbeitrag von CHF 111'330 zugesichert. Dies entspricht 30% der subventionsberechtigen baulichen Aufwendungen.
Für die Brandschutzinstallationen (BMA) hat die Gebäudeversicherung des Kantons Thurgau (GVTG) einen Subventionsbeitrag von CHF 7'500 zugesichert, was ebenfalls 30% der subventionsberechtigen baulichen Aufwendungen entspricht.
Insgesamt reduziert sich die Nettoinvestition dadurch auf CHF 736'170.
Detaillierte Kostenübersicht +/-15 % (inkl. MwSt.)
Für die Brandschutzinstallationen (BMA) hat die Gebäudeversicherung des Kantons Thurgau (GVTG) einen Subventionsbeitrag von CHF 7'500 zugesichert, was ebenfalls 30% der subventionsberechtigen baulichen Aufwendungen entspricht.
Insgesamt reduziert sich die Nettoinvestition dadurch auf CHF 736'170.
Detaillierte Kostenübersicht +/-15 % (inkl. MwSt.)
| BKP | Bezeichnung | Feuerwehr EG in CHF |
Werkhof OG in CHF |
Total in CHF |
| 1 | Vorbereitungsarbeiten | 13’000 | 13’000 | 26’000 |
| 2 | Gebäude | 425’100 | 275’900 | 701’000 |
| 4 | Umgebung | 7’000 | 9’000 | 16’000 |
| 5 | Baunebenkosten | 18’000 | 18’000 | 36’000 |
| 6 | Reserve | 17’500 | 17’500 | 35’000 |
| 9 | Ausstattung | 41’000 | 0 | 41’000 |
| Total | Kreditantrag | 521’600 | 333’400 | 855’000 |
| 10. | Subventionsbeitrag Gesetz über den Feuerschutz gemäss Beitragszusicherung vom 3.2.2026 | - 111’330 | ||
| 11. | Subventionsbeitrag für die Brandschutzinstallationen (BMA) gemäss Beitragszusicherung GVTG vom 4.3.2026 | - 7'500 | ||
| Total | Nettoinvestition | 402’770 | 333’400 | 736’170 |
Die Kosten werden gemäss den jeweiligen Kostenstellen aufgeteilt. Die Finanzierung des Feuerwehranteils erfolgt über das Konto "Spezialfinanzierung Feuerwehr".
Fazit
Das Feuerwehrkommando, die Projektgruppe, das Werkhofteam sowie die Arbeitsgruppe Erweiterung haben das Projekt intensiv bearbeitet. Das Ergebnis ist durchdacht, zweckmässig und nachhaltig. Die Umsetzung löst die bestehenden Probleme beider Organisationen und schafft eine zeitgemässe Infrastruktur, welche den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.
Fazit
Das Feuerwehrkommando, die Projektgruppe, das Werkhofteam sowie die Arbeitsgruppe Erweiterung haben das Projekt intensiv bearbeitet. Das Ergebnis ist durchdacht, zweckmässig und nachhaltig. Die Umsetzung löst die bestehenden Probleme beider Organisationen und schafft eine zeitgemässe Infrastruktur, welche den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.