Traktandum 6

6. Informationen zum Finanzplan 2028 – 2031


Ausgangslage

Die vorliegende Finanzplanung basiert auf der Jahresrechnung 2025. Diese schloss bei einem Steuerfuss von 60 % mit einem Ertragsüberschuss von CHF 259‘857 ab und übertraf damit das Budget um CHF 463‘557. Vom erzielten Ertragsüberschuss wurden CHF 200'000 der Vorfinanzierung für die Erweiterung Werkhof zugewiesen, die verbleibenden CHF 59'857 wurden dem Eigenkapital gutgeschrieben. Der Bilanzüberschuss per 31. Dezember 2025 beträgt erfreuliche CHF 5‘324‘613. Der Finanzhaushalt weist per Ende 2025 ein Nettovermögen von CHF 813 pro Einwohnerin bzw. Einwohner aus. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf CHF 1'082'082 und konnten grösstenteils durch selbst erwirtschaftete Mittel finanziert werden.

Investitionsprogramm

Das Investitionsprogramm 2027-2031 sieht Nettoinvestitionen von insgesamt CHF 7.04 Mio. vor. Davon entfallen rund CHF 5.89 Mio. auf Gemeinde- und Kantonsstrassen. Für das Jahr 2027 sind unter anderem folgende Nettoinvestitionen vorgesehen:

  • CHF 428'000 für die Erweiterung Feuerwehrdepot und Werkhof
  • CHF 986‘000 für die geplante Sanierung der Chilbergstrasse
  • CHF 235‘000 für die geplante Ersatzbeschaffung eines Werkhoffahrzeuges

In den Folgejahren sind weitere Investitionen in die Sanierung und den Unterhalt der Gemeindestrassen geplant. Eine detaillierte Übersicht der vorgesehenen Projekte ist dem Investitionsprogramm 2027–2031 zu entnehmen.

Ausblick

Im Vergleich zur Finanzplanung des Vorjahres weichen die prognostizierten Ergebnisse teilweise deutlich ab. Die Gründe für die Entwicklung im Jahr 2027 werden im Kommentar zum Budget erläutert.

Auf der Ertragsseite wird aufgrund des Bevölkerungswachstums weiterhin mit steigenden Steuererträgen gerechnet. Zudem entfallen die Abschreibungen aus dem bis zum 31. Dezember 2016 angewendeten Rechnungsmodell HRM1, was sich positiv auf die Jahresergebnisse auswirkt. Dank der in den Vorjahren gebildeten Vorfinanzierungen können darüber hinaus künftige Abschreibungen auf Investitionen reduziert werden.

Auf der Aufwandseite ist in den kommenden Jahren weiterhin mit einem starken Anstieg der Gesundheits- und Sozialkosten zu rechnen. Dies betrifft insbesondere die Pflegefinanzierung, die Krankenpflege, die wirtschaftliche Sozialhilfe sowie die individuellen Prämienverbilligungen. Zusätzlich wird die Erfolgsrechnung durch gebundene Ausgaben für Fremdplatzierungen von Kindern und Jugendlichen massiv belastet, insbesondere im Zusammenhang mit Personen aus dem Asylbereich mit Schutzstatus S.

Ab 2029 entfällt zudem die Liegenschaften-Steuer, was zu jährlichen Mindereinnahmen von über CHF 200'000 führt. Die möglichen finanziellen Auswirkungen einer Abschaffung des Eigenmietwerts sind derzeit noch nicht abschätzbar und wurden deshalb im Finanzplan nicht berücksichtigt. Die Gemeinde Fischingen verfügt über ein überdurchschnittlich grosses Netz von Gemeindestrassen mit einer Gesamtlänge von mehr als 90 Kilometern. Zur langfristigen Planung des Strassenunterhalts und der erforderlichen Investitionen wurde ein Strassenmanagementsystem eingeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass die bisherigen Investitionen von durchschnittlich rund CHF 500'000 pro Jahr nicht ausreichen, um einen Investitionsstau zu verhindern. Gestützt auf die langfristige Finanzplanung hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, die Investitionen in die Gemeindestrassen auf durchschnittlich CHF 1 Mio. pro Jahr zu erhöhen.

Die Prognoserisiken bleiben weiterhin hoch. Insbesondere geopolitische Konflikte, wie der Krieg in der Ukraine oder die Spannungen im Nahen Osten, sorgen für erhebliche Unsicherheiten. Auch ein Wiederanstieg der Inflation kann nicht ausgeschlossen werden.
 

Finanzpolitische Ziele

Der Gemeinderat verfolgt weiterhin folgende finanzpolitische Ziele:

  • Sicherstellung eines ausgeglichenen Finanzhaushalts
  • Beibehaltung des aktuellen Steuerfusses
  • Durchschnittliche jährliche Nettoinvestitionen von rund CHF 1,5 Mio.
 

Investitionsprogramm 2027 – 2031

Finanzplan nach Arten 2028 – 2031